April 1, 2025

- Ein Brandbook ist das zentrale Steuerungsdokument für Identität, Design und Kommunikation einer Marke.
- Es vereint Strategie (Werte, Vision, Positionierung) und Umsetzung (Design, Sprache, Anwendung).
- Unternehmen mit klaren Brandbooks erzielen höhere Konsistenz, Wiedererkennbarkeit und Markenvertrauen.
- Ein Brandbook ist umfassender als ein Styleguide oder Brand Guide.
Ein Brandbook ist das zentrale Dokument, das alle strategischen, visuellen und kommunikativen Grundlagen einer Marke verbindlich festlegt. Es sorgt dafür, dass eine Marke über alle Kanäle hinweg konsistent, wiedererkennbar und strategisch korrekt geführt wird.
- Warum ist ein Brandbook für Unternehmen unverzichtbar?
- Was gehört zwingend in ein professionelles Brandbook?
- Welche Unterschiede bestehen zwischen Corporate Design, Corporate Identity, Styleguide und Brandbook?
- Brandbook vs. Brand Guide: Was ist der Unterschied?
- Wann sollte ein Brandbook erstellt oder überarbeitet werden?
- Warum steigert ein Brandbook Markenwert und Kundentreue?
- Fazit: Wann ist ein Brandbook ein echter Wettbewerbsvorteil?
Warum ist ein Brandbook für Unternehmen unverzichtbar?
Ein Brandbook verhindert, dass Markenführung von Einzelpersonen, Bauchgefühl oder wechselnden Dienstleistern abhängt. Stattdessen schafft es klare, dokumentierte Regeln für alle Beteiligten.
Konkrete Vorteile:
- Einheitliches Markenbild über alle Touchpoints
- Schnellere Umsetzung von Marketingmaßnahmen
- Weniger Abstimmungsschleifen mit Agenturen und Dienstleistern
- Höhere Wiedererkennbarkeit und Markenvertrauen
„Unsere Erfahrung aus 50+ Projekten in Südwestfalen zeigt: Unternehmen mit einem klar definierten Brandbook treten konsistenter auf und verkürzen ihre Time-to-Market für Kampagnen um bis zu 35 %." – Team Strategie, davidbock.®
Was gehört zwingend in ein professionelles Brandbook?
Ein leistungsfähiges Brandbook deckt sowohl die strategische als auch die operative Ebene ab.
Kernbestandteile:
- Markenwerte, Vision, Mission
- Positionierung & Markenversprechen
- Zielgruppen & Personas
- Tonalität & Sprachstil
- Corporate Design (Logo, Farben, Typografie, Layout)
- Bildwelt & Illustrationsstil
- Anwendungsbeispiele & Do/Don’ts
Welche Unterschiede bestehen zwischen Corporate Design, Corporate Identity, Styleguide und Brandbook?
Corporate Design (CD) beschreibt das visuelle Erscheinungsbild einer Marke. Es umfasst alle gestalterischen Elemente wie Farben, Logo, Typografie und Layout und stellt sicher, dass die Marke über alle Medien hinweg einheitlich wahrgenommen wird.
Corporate Identity (CI) geht über das rein Visuelle hinaus und bildet die gesamte Markenidentität ab. Sie vereint Werte, Unternehmenskultur, Kommunikationsstil und Design und definiert, wie sich ein Unternehmen intern und extern präsentiert.
Ein Styleguide konzentriert sich auf konkrete Gestaltungsregeln. Er legt fest, wie visuelle Elemente angewendet werden, zum Beispiel welche Farben in welchen Kombinationen erlaubt sind oder wie Typografie in verschiedenen Medien eingesetzt wird.
Das Brandbook verbindet Strategie und Umsetzung in einem zentralen Dokument. Es vereint Corporate Identity, Corporate Design und Styleguide und ergänzt diese um strategische Aspekte wie Positionierung, Markenwerte und Markenversprechen. Dadurch dient es als umfassende Grundlage für die gesamte Markenführung.
Merksatz:
Der Styleguide regelt das Wie, das Brandbook erklärt zusätzlich das Warum.
Brandbook vs. Brand Guide: Was ist der Unterschied?
Ein Brand Guide ist meist ein kompaktes Nachschlagewerk für Designer.
Ein Brandbook ist ein strategisches Führungsinstrument für das gesamte Unternehmen.
Ein Brand Guide ist in der Regel ein operatives Nachschlagewerk und enthält keine übergeordnete Markenstrategie. Strategische Grundlagen sind hingegen fester Bestandteil eines Brandbooks, das die Marke ganzheitlich steuert.
Werte und Vision werden im Brand Guide üblicherweise nicht behandelt, während sie im Brandbook klar definiert und verbindlich festgehalten sind.
Auch bei Tonalität und Messaging zeigt sich ein Unterschied: Ein Brand Guide gibt hierzu höchstens teilweise Hinweise, ein Brandbook definiert Sprachstil, Haltung und Kernbotschaften vollständig und konsistent.
Designregeln wie Logo-Nutzung, Farbwelten oder Typografie sind sowohl im Brand Guide als auch im Brandbook enthalten.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Zielgruppe: Ein Brand Guide richtet sich primär an Designer und Gestalter, während ein Brandbook für alle Abteilungen eines Unternehmens konzipiert ist – von Marketing über Vertrieb bis zur Geschäftsführung.
Wann sollte ein Brandbook erstellt oder überarbeitet werden?
Typische Anlässe:
- Markenrelaunch oder Rebranding
- Starkes Unternehmenswachstum
- Neue Märkte oder Zielgruppen
- Uneinheitliches Erscheinungsbild
- Häufige externe Dienstleister
Je früher ein Brandbook existiert, desto günstiger ist Markenführung langfristig.
Warum steigert ein Brandbook Markenwert und Kundentreue?
- Konsistenz erzeugt Vertrauen
- Vertrauen erzeugt Präferenz
- Präferenz erzeugt Umsatz
Ein Brandbook sorgt dafür, dass Kunden eine Marke überall gleich erleben – und genau das stärkt emotionale Bindung.
Fazit: Wann ist ein Brandbook ein echter Wettbewerbsvorteil?
Immer dann, wenn Marke nicht dem Zufall überlassen wird.
Ein Brandbook ist kein Designhandbuch, sondern ein strategisches Betriebssystem für Marken. Es verbindet Haltung mit Handlung und macht Marken steuerbar, skalierbar und zukunftsfähig.
Wer wachsen will, braucht klare Regeln.
Wer Vertrauen aufbauen will, braucht Konsistenz.
Wer eine starke Marke will, braucht ein Brandbook.






